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Irgendwo auf der Erde ist es immer ein heißer Tag    24 Stunden am Tag,    an jedem Tag des Jahres.

Graslandschaften trocknen normalerweise innerhalb von 10 bis 20 Tagen ohne Regen aus.
Bäume oder Wälder können 30 bis 60 Tage lang weiter Wasser verdunsten.
Haben sie gesunden Zugang zum Grundwasser, können sie sogar ein ganzes Jahr Trockenheit problemlos überstehen.

Das bedeutet, dass während einer Trockenperiode ein Unterschied von mindestens 40 Tagen in der Verdunstungsfähigkeit besteht    und, wie erwähnt, noch viel mehr, wenn Bäume das Grundwasser erreichen können.

Nehmen wir diese 40 Tage als Beispiel:
Nach dieser Zeit ist die Grasfläche ausgetrocknet    keine Verdunstung mehr.
Der Wald hingegen verdunstet weiterhin Wasser, selbst während einer Hitzewelle von 36 °C.

An einem klaren, heißen Tag liefert die Sonne rund 6 kWh Energie pro Quadratmeter auf die Erdoberfläche und erwärmt den Boden.
In südlichen Regionen ist es mehr, in nördlichen weniger.

Ein Baum wandelt durch seine Kühlleistung    die Verdunstung    etwa ein Drittel dieser einfallenden Sonnenenergie in latente Energie, also Kühlenergie, um, indem Wasser zu Dampf wird.

Dieser Vergleich ist wissenschaftlich nicht exakt, verdeutlicht aber das Prinzip:

Stell dir einen elektrischen Heizlüfter vor:

  • Der Heizkörper ist heiß (fühlbare Wärmeenergie)
  • Das Stromkabel ist kalt (latente Energie    Energie, die in einem Phasenwechsel gespeichert ist)

Bei einem solaren Energieeintrag von 6 kWh pro Tag bedeutet das: 2 kWh pro Quadratmeter und Tag werden in Kühlenergie umgewandelt, die effektiv aus der lokalen Wärmebilanz entfernt und letztlich aus dem Klimasystem in den Weltraum abgestrahlt wird.

Auf einen Quadratkilometer gesunden Wald mit geschlossenem Kronendach summiert sich das zu unglaublichen 2 Gigawattstunden Kühlenergie pro Tag.

Das entspricht dem durchschnittlichen täglichen Energieverbrauch von 250.000 Haushalten    inklusive Heizung und Kühlung    pro Quadratkilometer Wald.

Diese 250.000 Haushalte entsprechen einer dicht bebauten Stadtfläche von etwa 60 km²    also etwa 7,7 × 7,7 Kilometer, zum Beispiel dem inneren Ring Münchens.

Das bedeutet: Während einer 40-tägigen Hitzeperiode fügt jeder Quadratkilometer Grasland dem Klimasystem so viel Wärme hinzu, wie 250.000 Haushalte verbrauchen würden    Wärme, die nicht mehr in latente Energie umgewandelt wird, sondern in der Atmosphäre verbleibt, sich aufstaut und letztlich in den Ozeanen landet. Mit anderen Worten: Die natürliche Klimaanlage des Planeten wird genau dann ausgeschaltet, wenn sie am dringendsten gebraucht wird. Diese überschüssige Energie kann das Klimasystem erst wieder verlassen, wenn sie an anderer Stelle in Wasserdampf umgewandelt wird.

Das erklärt, warum die Stadt Medellín in Kolumbien ihre Durchschnittstemperatur in weniger als 10 Jahren um 2 °C senken konnte    einfach durch die Pflanzung einiger grüner Korridore anstelle von Rasenflächen.

Stell dir nun vor, Deutschlands permanente Grünlandfläche von rund 47.000 km² (13,5 % der Landesfläche) würde in Agroforstsysteme mit geschlossenen Baumkronen umgewandelt. Schon diese 40 Tage allein würden ausreichen, um die thermische Energie auszugleichen, die Deutschlands gesamtem jährlichen Energieverbrauch entspricht    einschließlich Verkehr und internationalem Transport (Schiffe, Flugzeuge etc.).

Nur 40 Tage Unterschied zwischen Grasland und Wald!

Wärme kann aus dem Klimasystem der Erde nur durch Verdunstung entfernt werden. Alle anderen Energieformen bleiben im System eingeschlossen und führen zu weiterer Erwärmung.

Nur Bäume sind effizient genug, um als „Klimageräte der Erde“ zu gelten. Sie können mehr als das Vierfache der Wassermenge eines Sees verdunsten    genau dann, wenn diese Kühlung am dringendsten gebraucht wird.

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